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Uhren

Volkswirtschaftliche Bedeutung

Die Produkt- und Markenpiraterie erreicht immer größere Dimensionen und hat sich damit längst zu einer massiven volkswirtschaftlichen Bedrohung entwickelt. Eindrucksvoll belegt wird dies in der Jahresstatistik „Gewerblicher Rechtsschutz“ des Zolls. Die Zahlen sind alarmierend. Im Jahr 2012 haben deutsche Zollstellen über 3 Millionen gefälschte Artikel an den Grenzen beschlagnahmt. Der Wert dieser Produkte belief sich auf über 127 Millionen Euro. Dabei zeigen diese Zahlen nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer ist bedeutend höher. Darüber hinaus berücksichtigen sie nicht diejenigen Imitate, die innerhalb eines Landes hergestellt und abgesetzt oder über das Internet vertrieben werden.

Der steigende Absatz von gefälschten Produkten ist nicht nur mit einem erheblichen Verlust an Steuereinnahmen verbunden, sondern gefährdet zudem Arbeitsplätze, was wiederum das Wirtschaftswachstum hemmt. Nach Schätzungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft entfallen bereits jetzt in Deutschland 70.000 Arbeitsplätze durch Produkt- und Markenpiraterie. Globalisierung, technischer Fortschritt und anonyme Vertriebswege wie das Internet tragen zu der massiven Ausbreitung des Problems bei.

Allein für die deutsche Wirtschaft schätzt die DIHK den Schaden durch den branchenübergreifenden Ideenklau und das Abkupfern von Markenartikeln im Jahr 2012 auf über 50 Milliarden Euro. Weltweit werden laut der ICC-Studie „Estimating the Global Economic and Social Impacts of Counterfeiting and Piracy“ für das Jahr 2015 wirtschaftliche und soziale Schäden von mehr als 1,7 Billionen US-Dollar befürchtet.


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