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Pressemitteilung

22.09.2015: Nordrhein-Westfalen erhält neues Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0, das der Bund mit 7,4 Millionen Euro fördert

Minister Duin: Ein sehr guter Tag für den Wirtschaftsstandort

Düsseldorf. Eines von bundesweit fünf Kompetenzzentren Mittelstand 4.0 kommt nach Nordrhein-Westfalen. Ein Konsortium unter Führung des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik (Dortmund) hat gemeinsam mit starken Partnern aus Ostwestfalen, Aachen und Mülheim den Zuschlag erhalten. Gleichzeitig wird es an den Standorten Dortmund und Köln Mittelstand-Agenturen 4.0 zu speziellen Themen der Digitalisierung geben. Wie NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin mitteilte, hat Bundesminister Sigmar Gabriel den Start für die neuen Kompetenzzentren bekannt gegeben.

Minister Duin: „Das ist ein sehr guter Tag für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen, vor allem für unsere mittelständischen Unternehmen. Erstmals werden wir unsere international herausragenden Forschungseinrichtungen und Unternehmensverbünde unter einem Dach vereinen. Mit dem Know-how des Fraunhofer-Instituts in Dortmund, der RWTH Aachen, den Forschungseinrichtungen in Ostwestfalen und dem Effizienzcluster Management in Mülheim können wir dem Mittelstand eine ausgezeichnete Innovations- und Transferplattform anbieten. Damit haben wir allerbeste Chancen auf einen Quantensprung bei der Digitalisierung der heimischen Wirtschaft. Die Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums für ein Kompetenzzentrum in Nordrhein-Westfalen ist ein Ausweis unserer Leistungskraft bei komplexen digitalen Lösungen.“

Das neue „Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 West“ wird vom Bund mit 7,4 Millionen Euro gefördert. Es beschäftigt sich mit folgenden Schwerpunkten:

  • Das „Hub OWL“ mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum Indus-trial Automation (Lemgo) der Fraunhofer Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik (Paderborn) und dem Institut für Informatik (Universität Paderborn, Universität Bielefeld, Hochschule Ostwestfalen-Lippe) hat den Schwerpunkt intelligente Automatisierung von Produkten und Produktionssystemen.
  • Am „Hub Metropole Ruhr“ beschäftigen sich das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (Dortmund) und die Effizienz Cluster Management GmbH (Mülheim) mit effizienten, autonomen und wandelbaren Logistiksystemen.
  • Das „Hub Rheinland“ mit dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (Aachen) und dem Werkzeugmaschinenlabor an der RWTH Aachen bietet Expertise im Bereich Produktionstechnik.

Zusätzlich zu den Kompetenzzentren hat das Bundeswirtschaftsministerium vier Mittelstand 4.0-Agenturen ausgeschrieben, die Schwerpunktthemen der Digitalisierung bearbeiten und im Oktober ihre Arbeit aufnehmen. Zwei dieser Agenturen werden ihren Sitz ebenfalls in Nordrhein-Westfalen haben:

  • Die Mittelstand 4.0-Agentur „Prozesse“ unter der Leitung des FTK-Forschungsinstituts für Telekommunikation und Kooperation e.V. in Dortmund wird Unterstützung beim Einsatz von digitalem Prozess- und Ressourcenmanagement anbieten.
  • Die Mittelstand 4.0-Agentur „Handel“ unter der Leitung von ifH Institut für Handelsforschung GmbH in Köln beantwortet Fragen zu neuen Technologien im Digitalen Handel wie beispielsweise zur eRechnung und zum Produktionsverbindungshandel.

„Die Ausrichtung entlang der Innovationachse OWL-Dortmund-Aachen-Köln bündelt wichtige Kompetenzen im Land und ermöglicht eine hervorragende regionale Erreichbarkeit für die mittelständischen Unternehmen“, sagte Minister Duin. „Beim großen Thema Digitalisierung der Wirtschaft geht es vor allem um die Sensibilisierung der Betriebe und einen wirkungsvollen Know-how-Transfer. Das neue NRW-Kompetenzzentrum und die beiden neu eingerichteten Agenturen weisen eine immens starke Expertise in Wissenschaft und Technologietransfer auf. Das Konzept zielt auf bedarfsgerechte, konkrete Lösungen für die Unternehmen. Mit den vorhandenen Infrastrukturen, vor allem den neuesten Demonstrationsfabriken in Aachen, Dortmund und Lemgo, sowie der großen Erfahrung beim Technologietransfer zugunsten mittelständischer Unternehmen können Innovationen entlang der Wertschöpfungskette praktisch demonstriert und realisiert werden.“


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